Alfred Hrdlicka
Wie ein Totentanz

Vom Todeskult zur Todesfabrik
Alfred Hrdlicka
Vom Todeskult zur Todesfabrik
Blatt 28 des Zyklus
Aquatinta geschabt, Kaltnadel und Wiegemesser auf Kupfer
50 x 65,1 cm
Acht Zigaretten pro Hinrichtung
Alfred Hrdlicka
Acht Zigaretten pro Hinrichtung
Blatt 46 des Zyklus
Aquatinta geschabt und Kaltnadel auf Kupfer
40 x 60 cm
Alfred Hrdlicka
Titelabb. Homepage:Machtgesch√ľtzte Innerlichkeit (Thomas Mann √ľber Richard Wagner)
Blatt 3 des Zyklus
√Ątzung, Kaltnadel, Stichel und Wiegemesser auf Kupfer
33 x 50,1 cm
28. Juni 2010 - 15. August 2010

Alfred Hrdlicka
Wie ein Totentanz 

07. März - 09. Mai und 06. Juni - 15. August 2010

Ausstellung im Museum Morsbroich, Leverkusen, Grafiketage
Er√∂ffnung: Sonntag, den 07. M√§rz 2010, um 12 Uhr 

In dem Grafikzyklus Wie ein Totentanz ‚Äď Die Ereignisse des 20. Juli 1944 beleuchtet der Ende 2009 verstorbene Alfred Hrdlicka (geb. 1928 in Wien) das Wesen und die Folgen der Gewalt. Er spannt √ľber zwei Jahrhunderte deutscher Geschichte einen Bogen, der in den Ereignissen um das Hitler-Attentat 1944 kulminiert.  

Der 1974 entstandene, 53 Bl√§tter umfassende Zyklus bildet eine Z√§sur im druckgrafschen Werk des √Ėsterreichers. Erstmals probiert Hrdlicka in diesem bis dato umfangreichsten Zyklus eine neue Erz√§hltechnik aus: Er folgt streng chronologisch den historischen Ereignissen und doch entfaltet sich durch die Auswahl der Situationen und die Gewichtung von Szenen eine Kommentarebene.  

Hrdlicka verfolgt den Militarismus, der ihm wesentlich f√ľr das Zustandekommen des Nationalsozialismus erscheint, bis zu seinen Anf√§ngen bei Friedrich dem Gro√üen zur√ľck. Ohnen die Attent√§ter zu glorifizieren, schildert er sodann den Hergang und das tragische Ende der Revolte, die Hinrichtungen der gescheiterten Attent√§ter und die Grauen des fortgesetzten Kriegs. Schlie√ülich f√ľhrt er die Handlung bis an die damalige Gegenwart heran, zum Sturz Allendes in Chile. 

Der Zyklus besticht durch die gro√üe Bandbreite an druckgrafischen Techniken. Im Wechsel von √Ątzungen auf Zink, Kaltnadel-Radierungen, Schabbl√§ttern, Aquatinta und Mezzotinto auf Kupfer stellt Hrdlicka im Verlauf der 53 Episoden Korrespondenzen her und setzt virtuos Akzente. 

Hrdlickas Kommentare zu den einzelnen Bl√§ttern sind in seinen Schriften erhalten: In der Ausstellung f√ľhren sie den Besucher durch ebenso dunkle wie dramatische Kapitel der deutschen Geschichte.

Ausstellungswechsel 

Vom 11. Mai bis 05. Juni bleibt das Museum wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Die Grafikausstellung Alfred Hrdlicka. Wie eine Totentanz ist ab dem 06. Juni wieder zu besichtigen. 

Ausstellungseröffnung am 06. Juni, 12 Uhr

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung Das Theater ist auf der Straße. Die Happenings von Wolf Vostell am Sonntag, 06. Juni, 12 Uhr.

Zur√ľck zur √úbersicht