Christopher Williams.
For Example: Dix-Huit Lecons Sur La Societe Industrielle
(Revision 15)

Fachhochschule Aachen, Fachbereich Gestaltung, Studiengang: Visuelle Kommunikation, Fotolabor f├╝r Studenten, Boxgraben 100, Aachen, November 8th, 2010
Christopher Williams
Fachhochschule Aachen, Fachbereich Gestaltung, Studiengang: Visuelle Kommunikation, Fotolabor f├╝r Studenten, Boxgraben 100, Aachen, November 8th, 2010
2010
Archival Pigment Print
97,2 x 83,8 cm (gerahmt)
Courtesy Galerie Gisela Capitain, K├Âln
Reinigung Ursula Schweyen, Lindenstr. 34, K├Âln, February 17th, 2010
Christopher Williams
Reinigung Ursula Schweyen, Lindenstr. 34, K├Âln, February 17th, 2010
2010
Silver Gelatin Print
86 x 95 cm (gerahmt)
Courtesy Galerie Gisela Capitain, K├Âln
Untitled (Study in Red), Dirk Schaper Studio, Berlin, April 30th, 2009
Christopher Williams
Untitled (Study in Red), Dirk Schaper Studio, Berlin, April 30th, 2009
2009
Archival Pigment Print
71 x 64 cm (gerahmt)
Courtesy Galerie Gisela Capitain, K├Âln
04. Dezember 2011 - 12. Februar 2012

Die Ausstellung zeigte 25 fotografische Arbeiten des 1956 in Los Angeles geborenen K├╝nstlers. In Anspielung auf das 1962 in Frankreich erschienene Buch Dix-Huit Le├žons Sur La Soci├ęt├ę Industrielle (dt. Die industrielle Gesellschaft: 18 Lektionen, 1964) von Raymond Aron stand die Pr├Ąsentation im Museum Morsbroich in einer Ausstellungsreihe, die der K├╝nstler 2005 begonnen und seitdem in unterschiedlichsten internationalen Institutionen und Museen konsequent fortgef├╝hrt hat.  

Neue und zum Teil erstmals in Deutschland gezeigte Arbeiten wurden mit ├Ąlteren, bereits den Corpus der 18 Lektionen bildenden Fotografien kombiniert und im Hinblick auf die Besonderheit des Ausstellungsortes inszeniert. Die Sujets der einzelnen Arbeiten verbindet die Idee der Klassifizierung und Repr├Ąsentation einer industriellen Gesellschaft. Neben Subjekten und Objekten (u.a. Apparaturen zur Reproduktion, Mittel der Fortbewegung oder auch selbstreflexive Abbildungen zu fotografischen Ger├Ątschaften ÔÇô Kamera, Blitzgenerator, Dunkelkammer) spielen auch Architekturen und Landschaften eine zentrale Rolle bei der Bildung des Repertoires.  

Die Kombinationen der einzelnen Aufnahmen variieren je nach Ausstellungsort und -situation und weisen damit auch dem Raum selbst, der Installation, einen wesentlichen Anteil am Werk zu. So werden auch Auseinandersetzungen mit den Pr├Ąsentationsbedingungen, dem Kontext sowie den Mitteln und Rahmenbedingungen des Ausstellungswesens mit in die ├ťberlegungen des K├╝nstlers eingeschlossen. Die Rhetorik der Installation im Schloss Morsbroich sprach eine sehr minimale Sprache. In der Abfolge der R├Ąume erschloss sich die inszenierte Verbindung der Arbeiten.  

Konzeptuelle Prinzipien bestimmen den k├╝nstlerischen Ansatz von Christopher Williams und zeigen seine Verwurzelung in der amerikanischen konzeptuellen Tradition, wie sie von Michael Asher, Douglas Huebler oder John Baldessari vertreten wird, bei denen er am CalArts (California Institute of the Arts) studiert hat. WilliamsÔÇÖ fotografisch-theoretische ├ťberlegungen ber├╝hren erkenntnistheoretische Prozesse sowie auch kunstimmanent die Bedingungen der Kunstproduktion oder der institutionellen Kritik. Seit 2008 lehrt Christopher Williams an der Kunstakademie D├╝sseldorf, wo er die Professur f├╝r Fotografie und damit die ehemalige Becher-Klasse ├╝bernommen hat.

Kuratorin der Ausstellung war Stefanie Kreuzer.

 

 

 

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