Twisted Entities. Zeitgen├Âssische polnische Kunst

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Marzena Nowak
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2009
geschnittener Teppich und Faden
Courtesy Galerie Gregor Podnar
Franciszka_2014
Aneta Grzeszykowska
Franciszka_2014
2011
Wolle, Holzkonstruktion, Baumwolle
85 x 30 x 25 cm
81-86
Agata Madejska
81-86
2010
Lightjetprint auf Forex und gewachstes schwarzes MDF
119 x 167 cm
27. Januar 2013 - 28. April 2013

Mit Arbeiten von Wojciech B─ůkowski, Miros┼éaw Ba┼éka, Micha┼é Budny, Aneta Grzeszykowska, Zuzanna Janin, Maciej Kurak, Robert Ku┼Ťmirowski, Agata Madejska, Jan Mioduszewski, Anna Molska, Marzena Nowak, Konrad Smole┼äski, Monika Sosnowska und Honza Zamojski.

 

In der Ausstellung ÔÇ×Twisted EntitiesÔÇť wurden R├Ąume dekonstruiert, aufgebrochen, verschoben, auf den Kopf gestellt und verdreht. K├Ârper werden zerlegt, gezw├Ąngt, deformiert, verdoppelt und ├╝berdreht. Prozesse werden ad absurdum gef├╝hrt, hintergangen und ÔÇ×abgebogenÔÇť.

 

Die beteiligten K├╝nstlerinnen und K├╝nstler, Vertreter der in den letzten Jahren international mit besonderer Aufmerksamkeit beobachteten polnischen Kunstszene, verfolgen in ihren Arbeiten einen dezidiert subversiven Ansatz: Sie betreiben und hinterfragen zugleich die (├ťber-)Dehnung und Aufhebung, das Verziehen und Aufbrechen, das Fragmentieren und Umkehren von Prozessen, R├Ąumen und K├Ârpern und formulieren damit eine neue Sicht der Dinge.

 

ÔÇ×Twisted EntitiesÔÇť: ÔÇ×Entit├ĄtÔÇť steht als Sammelbegriff f├╝r etwas Seiendes und umfasst neben Objekten und Subjekten auch Prozesse oder R├Ąume. ÔÇ×To twistÔÇť bezeichnet eine drehende, sich windende oder wickelnde Bewegung, kann aber auch eine ├╝berraschende Wendung, eine Ver- oder ├ťberdrehung meinen. In den gezeigten Skulpturen, Installationen und Videoarbeiten wird mit der Aktion des (Ver)Drehens immer auch die gebrochene Regel, die aufgehobene Norm oder Ordnung, reflektiert.

 

Dass gerade f├╝r die zeitgen├Âssische polnische Kunst dieses Doppelspiel der Verdrehung des Seienden, das einen Regelbruch und die Reflektion dar├╝ber beinhaltet, so charakteristisch ist, mag zum einen in der sensiblen Rolle begr├╝ndet sein, die das Land beim tief greifenden gesamtgesellschaftlichen Wandel der ehemaligen Ost-West-Verh├Ąltnisse zu Beginn der 1980er Jahre gespielt hat. Zum anderen verdeutlichte die Ausstellung aber auch, dass die beteiligten K├╝nstlerinnen und K├╝nstler ganz aktuell mit ihren Werken einen Diskurs der kritischen Zeitgenossenschaft f├╝hren.

 

Kuratorin der Ausstellung war  Stefanie Kreuzer.

 

Zur Ausstellung erschien ein Katalog mit circa 50 Farbabbildungen im Verlag f├╝r Moderne Kunst, N├╝rnberg, mit einem Vorwort von Markus Heinzelmann, einer Einf├╝hrung in die Ausstellung von Stefanie Kreuzer und Texten von Karol Sienkiewicz und Noemi Smolik.

Gef├Ârdert durch

 




 

 

 

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