Propaganda fĂĽr die Wirklichkeit

Ohne Titel (Ceci n’est pas un miroir…)
Bethan Huws
Ohne Titel (Ceci n’est pas un miroir…)
2006
75 x 50 x 4,5 cm
Privatsammlung Schweiz
Foto: Charles Duprat Paris
© 2014 VG-Bild Kunst, Bonn
Renaissance Man
Rodney Graham
Renaissance Man
2006
Transmounted chromogenic photograph
> 60.5 x 40.5 cm
© Rodney Graham
Courtesy Hauser & Wirth
Das Selbstportrait
Andreas Lorenschat
Das Selbstportrait
2009
Courtesy aZure collection,
Monaco / Zürich und marion scharmann, Köln

02. Februar 2014 - 04. Mai 2014

Mit Arbeiten von Francis Alÿs (BE), Art & Language (UK), Barbara Bloom (US),Michaël Borremans (BE), stanley brouwn (NL), Marcel Broodthaers (BE), Cieslik und Schenk (DE), David Claerbout (BE), De Rijke / de Rooij (NL), Omer Fast (IL), Morgan Fisher (US), Robert Gober (US), Rodney Graham (CA), Gusmão & Paiva (PT), Tobias Hantmann (DE), Bethan Huws (UK), Alicja Kwade (DE), Andreas Lorenschat (DE), Paul Pfeiffer (US), Thomas Ruff (DE), Jörn Stoya (DE), Hiroshi Sugimoto (JP), Lawrence Weiner (US) und Christopher Williams (US)

„kunst ist propaganda für die wirklichkeit und wird daher verboten.“ So provokativ, ja zynisch hinterfragte Oswald Wiener in seinem Hauptwerk die verbesserung von mitteleuropa, roman den Realitätsstatus der Kunst. Die Funktion des Bildes – ob Computerbild oder Fotografie, 16mm-Film,digitaler oder Videofilm, Diaprojektion, Spiegel- oder Sprachbild, Skulptur oder klassisches Gemälde – erweist sich längst als zweischneidig: Es kann Mittel der Erkenntnis wie auch Instrument oder Gegenstand der visuellen Verführung, der Manipulation von Wirklichkeit sein.

Was ist Wirklichkeit und wie können wir sie wahrnehmen? Zeigt ein Bild die Wirklichkeit oder auch nur eine Idee von Wirklichkeit oder konstruiert es sogar Wirklichkeit? Die Ausstellung Propaganda für die Wirklichkeit zeigte Arbeiten von 24 KünstlerInnen aus neun Ländern, die sich intensiv mit der Beziehung von Kunst und Wirklichkeit auseinandersetzen.

In verschiedensten Medien und mit unterschiedlichen Ansätzen wurden die historischen und gegenwärtigen, technischen und künstlerischen Möglichkeiten und Bedingungen des Abbildens von Realität hinterfragt.

Im Parcours der Ausstellung wurden technische und auch wissenschaftliche Bildverfahren thematisiert. Cieslik und Schenk sowie David Claerbout und auch Thomas Ruff experimentierten mit digitalen Bildformen, die die Verbindung zwischen Wirklichkeit und Bild aufgegeben haben und dennoch genau darüber sprechen. Die Künstlergruppe Art & Language offerierte eine Karte, die sich der herkömmlichen verweisenden Funktion entzieht: Map to Not Indicate. Die amerikanische Künstlerin Barbara Bloom stellte eine Röntgenaufnahme einer zerbrochenen und wieder restaurierten Vase neben das Objekt selbst und erhob damit das Sichtbarmachen des Realen zum Thema des Bildes.

Kuratorin der Ausstellung war Dr. Stefanie Kreuzer.

Zur Ausstellung erschien ein Katalog im Verlag Kettler, mit einem Vorwort von Markus Heinzelmann und wissenschaftlichen Essays von Doris Krystof und Stefanie Kreuzer (168 S., 78 Farbabb.).

 

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