Lichtsplitter
Holzschnitte aus der Sammlung des Museum Morsbroich

Kopf (aus dem Mappenwerk „Erste Konzentration“)
Georg Baselitz
Kopf (aus dem Mappenwerk „Erste Konzentration“)
1981
Farbholzschnitt auf weiĂźem Offsetpapier, 100 x 80 cm
Museum Morsbroich, Leverkusen
Im Schutz der Bäume (Blatt 5 der Folge „Lichtsplitter“)
Bernd Zimmer
Im Schutz der Bäume (Blatt 5 der Folge „Lichtsplitter“)
1985
Farbholzschnitt auf weiĂźem KupferdruckbĂĽtten, 64,5 x 48 cm
Museum Morsbroich, Leverkusen
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015
Chiasma #35
Christoph M. Loos
Chiasma #35
2009
Holzschnitt auf Espenblattholz mit Druckstock, Wandfarbe
Museum Morsbroich, Leverkusen
10. Mai 2015 - 25. Oktober 2015

Mit Arbeiten von Cees Andriessen, Georg Baselitz, Martina Geist, Antonius Höckelmann, Per Kirkeby, Paco Knöller, Christoph M. Loos, Carsten Nicolai, Markus Oehlen, Heribert C. Ottersbach, Günther Uecker, Gert & Uwe Tobias und Bernd Zimmer.

Der Holschnitt hat in den 1980er Jahren eine wahre Renaissance erfahren und wurde zu einer Art Leitmedium. Das Museum Morsbroich widmete dieser Entwicklung einen Sammlungsschwerpunkt und erwarb großer Konvolute von Druckgrafiken, von denen nun einige Highlights präsentiert werden.

Bereits die Klassische Moderne hatte die Ausdrucksmöglichkeiten des Holzschnitts, der ältesten druckgrafischen Technik der Welt, erweitert, woran Künstler wie Georg Baselitz – fasziniert von der „vergessenen Kunstform“ des Farbholzschnitts – um 1965 anknüpften.

Mit dem Aufkommen der Neuen Figuration und einer Rückbesinnung auf klassische Medien erfuhr der Hochdruck mit seinen spezifischen Ausdrucksqualitäten, seiner sinnlichen Unmittelbarkeit und Haptik einen Aufschwung, der bis heute anhält. In einem Umfeld der zunehmenden Perfektionierung technischer Bilder wurde das scheinbar anachronistische Medium des Holz- und Linolschnitts für viele Künstler wieder attraktiv. Sie gewinnen dem Hochdruck neue Facetten ab und führen ihn durch Einbeziehung digitaler Vorlagen, monumentale Formate oder die Erweiterung in installative Kontexte an seine Grenzen – ein Neuaufbruch, für den auch das Werk von Gert und Uwe Tobias exemplarisch steht.

Kurator der Ausstellung war Fritz Emslander.

 

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