Burhan Do─čan├žay
Zeichen an der Wand

Peace Sign in Israel
Burhan Do─čan├žay
Peace Sign in Israel
1975
Mixed Media auf Leinwand
122 x 122 cm
Museum Morsbroich, Leverkusen; Schenkung der Burhan-Angela Do─čan├žay Foundation
A & O
Burhan Do─čan├žay
A & O
1973
Gouache, Fumage
34 x 35,4 cm
Museum Folkwang, Essen
Mysterious Eyes
Burhan Do─čan├žay
Mysterious Eyes
1990
Collage, Gouache, Acryl, Fumage auf Papier
76,5 x 57,5 cm
Albertina, Wien
18. M├Ąrz 2018 - 26. August 2018

ÔÇ×Die W├Ąnde, die mich anziehen, wurden von der Natur und von den Menschen bearbeitet, so dass sie ein Spiegel ihres jeweiligen Umfelds sind. Es sind sprechende W├Ąnde, auf denen Menschen ihre Frustrationen und Hoffnungen zum Ausdruck bringen.ÔÇť
(Do─čan├žay 2008)

Der t├╝rkisch-amerikanische K├╝nstler Burhan Do─čan├žay (1929ÔÇô2013) erlangte mit seinen Urban Walls internationale Bekanntheit. ├ťber einen Zeitraum von fast f├╝nf Jahrzehnten fotografierte er in mehr als 100 L├Ąndern Hausw├Ąnde und Fassaden. Die in aller Welt gefundenen und seit 1963 k├╝nstlerisch bearbeiteten Plakate, Hinweisschilder, Graffiti, Slogans und Schriftz├╝ge sind f├╝r Do─čan├žay Anzeichen des kulturellen wie auch des politischen Klimas. Hier offenbare sich die wahre Pers├Ânlichkeit einer Stadt.

Do─čan├žay gestaltete in mehreren gro├čen Werkgruppen von Papierarbeiten und Gem├Ąlden immer wieder das, was sich an den Oberfl├Ąchen st├Ądtischer W├Ąnde abzeichnet, aber auch das, was dahinter liegt, was ├╝berklebt oder ├╝bermalt wurde und in seinen Werken wieder zum Vorschein kommt. Die ÔÇ×Zeichen an der WandÔÇť sind das Thema seiner Kunst. An den W├Ąnden der St├Ądte sah Do─čan├žay, wie sich ein soziales Netzwerk avant la lettre entspann, und war fasziniert davon, dass sich die Botschaften dort st├Ąndig ├Ąnderten und durch neue ersetzt wurden.

Do─čan├žay hat die W├Ąnde der Stadt wie ein offenes Buch gelesen. Er bewahrte das ├ťbersehene, Periphere und Fl├╝chtige und ├╝bersetzte es in seine Kunst. Mit ihr verschafft er einer Vielfalt von Stimmen Geh├Âr. Die Direktheit und Spontaneit├Ąt, mit der sich Kreativit├Ąt im urbanen Raum entfaltet, fesselten ihn sein Leben lang und lie├čen ein vielschichtiges, durch und durch kosmopolitisches ┼ĺuvre entstehen.

Die Ausstellung geht von drei Schenkungen aus, die das Museum Morsbroich seit 2015 erhalten hat, und ist eine Kooperation mit der Albertina Wien als Hauptleihgeberin. Erg├Ąnzt wird die Pr├Ąsentation durch eine kleine Auswahl von Fotografien, die mit dem Kamerablick des K├╝nstlers einige der W├Ąnde zeigen, die f├╝r Do─čan├žay Spiegel von Gesellschaft und Zeit waren, ein unersch├Âpfliches Motiv.

Kurator der Ausstellung ist Fritz Emslander, Leiter der Grafischen Sammlung.

Zur Er├Âffnung der Ausstellung am Sonntag, den 18. M├Ąrz 2018, um 14 Uhr im Jagdzimmer von Museum Morsbroich sind Sie, Ihre Familie und Ihre Freunde herzlich eingeladen.


In der Reihe der Publikationen der Grafischen Sammlung erscheint im Verlag f├╝r moderne Kunst ein Katalog mit Essays von Fritz Emslander und Burcu Dogramaci (64 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen; 12 ÔéČ an der Museumskasse, 18 ÔéČ im Buchhandel).


Mit freundlicher Unterst├╝tzung
Informationsverarbeitung Leverkusen GmbH

Abb. Homepage:
Burhan Do─čan├žay, Buenos Aires, Argentina, 1988, Fotografie, 125 ├Ś 80 cm;
Siegerlandmuseum im Oberen Schloss Siegen

Von 1. bis 26. Mai 2018 bleibt die Ausstellung wegen Umbauarbeiten im Haus geschlossen.


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