Miroslaw Balka
Die Spuren

48 x 24 x 21
Mirosław Bałka
48 x 24 x 21
2017
Terrazzo, Stahl, Plastik
48 x 24 x 21 cm
Courtesy der K├╝nstler und Galleria Raffaella Cortese, Mailand

250 x 200 x 19, 2 x (60 x 40 x 14)
Mirosław Bałka
250 x 200 x 19, 2 x (60 x 40 x 14)
2001
Teppich, Salz, MDF, Plexiglas und Licht
Teppich: 250 x 200 x 19 cm, Lampen: je 60 x 40 x 14 cm
Courtesy der K├╝nstler und Gladstone Gallery, New York und Br├╝ssel

Bon Fire
Mirosław Bałka
Bon Fire
Holz, 10 blinkende elektrische Gl├╝hbirnen
Ma├če variabel
Courtesy der K├╝nstler und Dvir Gallery, Tel Aviv und Br├╝ssel
24. September 2017 - 07. Januar 2018

Die Ausstellung Miros┼éaw Ba┼éka. Die Spuren, die der K├╝nstler in enger Zusammenarbeit mit dem Museum Morsbroich konzipiert hat, ist die dritte Ausstellung einer gro├čen, als Trilogie angelegten Werkschau, die mit Nerve.Construction im Museum of Art in Lodz (2015) ihren Anfang nahm und mit CROSSOVER/S im Hangar Bicocca (Mailand, 2017) fortgef├╝hrt wurde. W├Ąhrend in Lodz Zeichnungen und Skulpturen einander gegen├╝bergestellt und in Mailand mit 18 Installationen und Videoarbeiten eine weitl├Ąufige Industriehalle bespielt wurde, inszeniert der K├╝nstler im Museum Morsbroich in 19 Ausstellungsr├Ąumen die Leere.


In der Ausstellung hat der K├╝nstler eine Auswahl von Skulpturen, Sound- und ortspezifischen Arbeiten zueinander in Beziehung gesetzt, die sich auf minimale Gesten und reduzierte Setzungen beschr├Ąnken. Die durch zur├╝ckhaltende Inszenierungen, minimale Eingriffe und reduzierte Gesten entstehende Leere schafft Raum f├╝r die sich in der Wechselwirkung zueinander aufladende Beziehung der einzelnen Werke und ├Âffnet damit sogleich den interpretativen Impuls f├╝r die Wahrnehmung des Betrachters, die nicht allein durch das Sehen gesteuert wird, sondern auch durch das Sich-Bewegen im Raum und das F├╝hlen und H├Âren.


Bezugspunkt vieler Arbeiten Ba┼ékas ist der K├Ârper bzw. die K├Ârperlichkeit menschlicher Existenz. War der K├Ârper in fr├╝heren Arbeiten als Abbild vorhanden, so scheint er in den Werken seit den 1990-er Jahren eher durch seine Abwesenheit pr├Ąsent zu sein. Die Spuren des Materials oder der Gesten k├╝nden sowohl von seiner An- als auch von seiner Abwesenheit. Ihr Vorhandensein verweist auf den Abwesenden, welcher zugleich aber als Anwesender imaginiert wird. Materialien wie Asche, Haare oder Salz ÔÇô als das Salz der Tr├Ąnen oder Schwei├č ÔÇô und minimalistische Formen, die an Betten oder S├Ąrge erinnern, evozieren den Vorstellungsinhalt des K├Ârpers ohne ihn als Objekt darzustellen. Zugleich aber rufen die Spuren bestimmte Vorstellungen vom K├Ârperlichen auf. So verbindet sich der horizontal ausgerichtete K├Ârper mit dem Bild der Sterblichkeit, des Todes. Auch Materialien wie Asche oder Haar verweisen auf diesen Themenkreis.


Miros┼éaw Ba┼éka (*1958 in Warschau, Polen) ist einer international meistbeachteten zeitgen├Âssischen K├╝nstler Polens. Sein seit den 1980-er Jahren kontinuierlich entwickeltes Werk setzt sich mit Themen menschlicher Existenz auseinander.


Kuratorin der Ausstellung ist Stefanie Kreuzer

Die Er├Âffnung der Ausstellung findet am Sonntag, dem 24. September 2017, um 12 Uhr im Spiegelsaal von Museum Morsbroich statt.

ABB.:
Mirosław Bałka
Still Life. Blue (Detail), 2013
Gummi
Courtesy der K├╝nstler
Foto: B. G├│rka

Gef├Ârdert durch

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