Der Flexible Plan
Das Rokoko in der Gegenwartskunst

Annalotta
Anke Eilergerhard
Annalotta
2018
hochpigmentiertes Silikon, Weimar Porzellan, Nero Marquina Marmor, Edelstahl
H 185 cm x √ł 90 cm
Courtesy Anke Eilergerhard
Weitere galante Szenen (Inga)
Pia Stadtbäumer
Weitere galante Szenen (Inga)
2006/10
Polymerwerkstoffe, Acrylfarbe, Holz
132 x 110 x 66 cm
Courtesy of the Artist; Foto: Achim Kukulies
© 2018 VG Bild-Kunst, Bonn
ExerciŇ£iu #2
Cornelia Badelita
ExerciŇ£iu #2
2015
√Ėl auf Leinwand
90 x 60 cm
Courtesy of Alberto Peola Arte Contemporanea
23. September 2018 - 06. Januar 2019

Schloss Morsbroich, in dessen Mauern das Museum Morsbroich seit seiner Gr√ľndung im Jahr 1951 beheimatet ist, wurde in der Zeit des Rokoko gebaut und im Stil des Neo-Rokoko erweitert.

Das Rokoko war der Kunststil, der das 18. Jahrhundert von der R√©gence (1715-1723) bis zum Ende der Regierungszeit Ludwigs XV. (1774) dominierte. Trotzdem sind seine Leistungen nahezu vergessen und werden h√§ufig mit herabsetzend gemeinten Adjektiven umschrieben: s√ľ√ülich, lieblich, k√ľnstlich, prunkend, verspielt usw. Sein Siegeszug von Frankreich √ľber das gesamte Europa, sein zeitliches Zusammenfallen und seine Verflechtung mit der Aufkl√§rung sowie seine ideengeschichtliche und k√ľnstlerische Pr√§gekraft bis in die j√ľngste Gegenwartskunst hinein werden dabei gerne √ľbersehen.

Die Ausstellung Der Flexible Plan. Das Rokoko in der Gegenwartskunst wird das Fortleben des europ√§ischen Gro√üstils in der Gegenwartskunst untersuchen. Das Stichwort ‚ÄěPlan‚Äú erinnert dabei an die Regelhaftigkeit des Barock, von der das Rokoko ausging, um es in der Figur der Rocaille ‚Äď einer aus C- und S-Schw√ľngen bestehenden Pflanzen- oder Muschelform ‚Äď aufzubrechen. Sie verk√∂rpert die Flexibilit√§t und Geschmeidigkeit dieses Stils, der in alle Bereiche der Kunst und Kultur eingedrungen ist.

Vor diesem reichen kulturellen Hintergrund entfaltet die Ausstellung Der Flexible Plan. Das Rokoko in der Gegenwartskunst ein vielgestaltiges Panorama von Werken. Dabei wird der historische Baubestand des Schlosses als Partner und spielerisches Gegen√ľber f√ľr die Kunstwerke verstanden.

Mit Werken von Leonor Antunes, Awst & Walther, Cornelia Badelita, Karla Black, Thierry Boutemy, Glenn Brown, Alice Channer, Edith Dekyndt, Anke Eilergerhard, Katharina Grosse, Jeppe Hein, Rachel Kneebone, Alexej Koschkarow, Anri Sala, Markus Schinwald, Anj Smith, Pia Stadtbäumer

Kuratoren der Ausstellung sind Heike van den Valentyn und Stefanie Kreuzer.

Zur Eröffnung der Ausstellung
am Sonntag, 23. September, 12 Uhr, sind Sie herzlich in den Spiegelsaal von Museum Morsbroich eingeladen.

Gefördert von




Abb. Homepage:

Cornelia Badelita,
ExerciŇ£iu #2, 2015,
√Ėl auf Leinwand,
90 x 60 cm (Detail),
Courtesy of Alberto Peola Arte Contemporanea